COVID-19 und Sepsis sind eng verknüpft

COVID-19 betrifft uns alle. Die Pandemie hat zu gravierenden Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben geführt. Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen versuchen, das Virus und seine Ausbreitung zu verstehen und wirksame Gegenmaßnahmen zu finden. Dabei zeigt sich, dass COVID-19 eng mit dem Thema Sepsis verknüpft ist. Grundsätzlich kann jede Infektion zu einer Sepsis führen. Allerdings scheinen Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 besonders häufig eine Sepsis zu entwickeln.

Auf dieser Seite finden Sie Hintergrundinformationen und neuste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema COVID-19 und Sepsis.

Eine im März in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte Studie zeigt eindrücklich den Zusammenhang zwischen COVID-19 und Sepsis. Untersucht wurden die Fälle von 191 Patienten, die wegen eines schweren COVID-19-Verlaufs in einer Klinik in Wuhan, China behandelt werden mussten. 59% von ihnen entwickelte im Verlauf eine Sepsis, 20% einen septischen Schock. Bei den Patienten, die verstarben, lag in 100% eine Sepsis vor, in 70% ein septischer Schock. Somit ist Sepsis und septischer Schock als Komplikation bei schweren COVID-19-Fällen äußerst präsent. Ein frühes Erkennen und Behandeln einer Sepsis ist daher enorm wichtig in der COVID-19-Behandlung.

Tabelle einer Studie zu COVID-19 und Sepsis
Anteil an im Krankenhaus behandelten Patienten mit Sepsis und septischem Schock

Information für Ärzte

Was deutet darauf hin, dass sich aus einer COVID-19-Infektion eine lebensbedrohliche Sepsis entwickelt, die sofortige ärztliche bzw. notärztliche Hilfe erfordert?

Das wichtigste Symptom für eine Verschlechterung bei Vorliegen oder dem Verdacht auf eine COVID-19-Infektion ist, wenn sich zusätzlich zu den grippeähnlichen Zeichen von COVID-19 wie trockenem Husten und Fieber eine erhöhte Atemfrequenz (>20/min) und / oder eine erschwerte Atmung entwickelt, oft kommt dann ein vorher kaum bekanntes schweres Krankheits- und Schwächegefühl dazu. Diese Symptome erfordern eine engmaschige Überwachung des Patienten im Krankenhaus und ggf. eine Behandlung auf der Intensivstation. Dies gilt insbesondere dann, wenn weitere Symptome auftreten, die auf zusätzliche Organfunktionsstörungen hindeuten, wie Verwirrung, Lethargie, Erhöhung der Herzfrequenz, Blutdruckabfall, verringerte Urinausscheidung bis hin zu komplettem Lungenversagen (ARDS) und Herzkreislaufversagen (septischer Schock). Diese für Sepsis typischen Zeichen eines Multiorganversagens treten bei ca. 2-5% der an COVID-19 Erkrankten nach ca. 8-10 Tagen auf. Es sind diese schweren Krankheitsverläufe, die den hohen weltweiten Bedarf an Intensivtherapiekapazitäten verursachen.

Allgemeine Informationen zu COVID-19 und Sepsis

Welche Zusammenhänge gibt es zwischen COVID-19 und Sepsis?

Mittlerweile bestätigt sich anhand immer mehr wissenschaftlicher Daten, dass COVID-19 Sepsis verursachen kann. In einer chinesischen Studie entwickelten 59% der Patienten, die wegen eines schweren COVID-19-Verlaufs in einer Klinik in Wuhan, China behandelt wurden, eine Sepsis und 20% einen septischen Schock. Bei den Patienten, die verstarben, lag in allen Fällen eine Sepsis vor, in 70% ein septischer Schock. Neben der für COVID-19 typischen Lungenentzündung unterschiedlichen Schweregrads können praktisch alle anderen Organsysteme betroffen sein, was für eine Kombination aus einer direkten Schädigung durch das Virus und durch eine Sepsis spricht. Beispielsweise zeigte eine kürzlich veröffentlichte Fallstudie aus den USA, dass über 30% der Patienten Zeichen einer Leberschädigung und 75% eine verminderte Immunantwort aufwiesen. In einer anderen Studie hatten 20% ein akutes Nierenversagen und mussten intensivmedizinisch betreut werden. Diese Ergebnisse zeigen, dass Sepsis und septischer Schock als Komplikation bei schweren COVID-19-Fällen äußerst präsent sind. Ein frühes Erkennen und Behandeln einer Sepsis ist daher enorm wichtig in der COVID-19-Behandlung.

Was sind die Hauptunterschiede zwischen COVID-19 und Influenza (Virus-Grippe)?

Im Vergleich von COVID-19 und Influenza (Virus-Grippe) zeigt sich, dass COVID-19 eine wesentlich längere Inkubationszeit haben kann. Inzwischen ist auch bekannt, dass mit SARS-CoV-2 Infizierte andere Menschen anstecken können, obwohl sie noch keine Symptome haben. Auch die Anzahl der Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen (Hospitalisierungsrate) ist bei COVID-19 wesentlich höher als bei Influenza. Die Sterblichkeit von COVID-19 abzuschätzen ist momentan noch schwierig, es deutet sich jedoch an, dass sie über der Sterblichkeit von Influenza liegt. Ein Grund hierfür ist, dass SARS-CoV-2 ein neues Virus ist und – im Gegensatz zur Influenza – noch keine Immunität in der Bevölkerung vorhanden ist. Vor allem aber ist SARS-CoV-2 wesentlich ansteckender („kontagiöser“) als das Grippevirus. Daher ist die Anzahl der zum gleichen Zeitpunkt erkrankten COVID-19-Patienten so groß, dass die Behandlungskapazitäten der Gesundheitseinrichtungen für die vielen Fälle nicht ausreichen und es allein deshalb zu vermehrten Todesfällen kommt.

Abbildung zu Inkubationszeit, Hospitalisierungsrate und Todesfällen von Influenza und COVID-19
Vergleich von COVID-19 und Influenza (Grippe)

Welche Risikogruppen für einen schweren Verlauf von COVID-19 gibt es?

In den bisher betroffenen Ländern hat sich gezeigt, dass COVID-19 vor allem bei älteren Menschen über 60 Jahren und bei Patienten mit chronischen Vorerkrankungen schwerer verläuft. In einer chinesischen Studie waren Patienten mit Diabetes, chronischen Nieren- und Lungenerkrankungen (z.B. chronisch obstruktive Bronchitis (COPD)), sowie Herz-Kreislauferkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit (KHK)) schwerer erkrankt und hatten eine höhere Sterblichkeit als Patienten ohne Vorerkrankungen.

Die Risikogruppen für COVID-19 sind dieselben, die ein erhöhtes Risiko haben, an einer Sepsis zu erkranken. Im Gegensatz zur Sepsis gehören Neugeborene und Kinder jedoch derzeit nicht zu den Risikogruppen für einen schweren Verlauf von COVID-19. Nach bisherigen Erkenntnissen haben Kinder zumeist nur milde Erkältungssymptome.

Haben Sepsis-Überlebende ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19?

Sepsis-Überlebende haben ein höheres Risiko, erneut an einer Infektion zu erkranken. Als ein Grund hierfür wird diskutiert, dass das Immunsystem nach einer Sepsis eingeschränkt funktionsfähig ist (Link zur Studie).

Menschen, deren Immunsystem nur eingeschränkt funktioniert, können Virusinfektionen schlechter abwehren. Es ist daher wahrscheinlich, dass COVID-19 bei Sepsis-Überlebenden ähnlich wie bei Angehörigen anderer Risikogruppen einen schwereren Verlauf nehmen kann.

Auf welche Warnsignale sollte ich achten, wenn es mir zu Hause plötzlich schlechter geht?

Bei Verdacht auf oder Vorliegen von COVID-19 ist das wichtigste Warnsignal, bei dem man sofort seine Hausarztpraxis anrufen sollte, eine erhöhte Atemfrequenz (ab 20 Atemzüge/min.) und/oder eine erschwerte Atmung, die keine andere Ursache hat.

Wenn zu Fieber/Schüttelfrost ein schweres, noch nie erlebtes Krankheitsgefühl hinzukommt, ist das ein Alarmzeichen für eine Sepsis, die sofortige medizinische Hilfe nötig macht. Rufen Sie die 112 und fragen Sie, ob es Sepsis sein könnte. Sagen Sie, dass Sie an COVID-19 erkrankt sind oder Verdacht auf die Erkrankung besteht, damit die Rettungskräfte sich entsprechend schützen können.

Helfen Antibiotika bei COVID-19?

COVID-19 ist eine Viruserkrankung. Die derzeit zugelassenen Medikamente gegen Viruserkrankungen haben bisher keine eindeutige Wirkung bei COVID-19-Patienten gezeigt.

Antibiotika helfen nur gegen Infektionen mit Bakterien. Allerdings kann sich vor allem bei schwer kranken und auf der Intensivstation künstlich beatmeten COVID-19-Patienten zusätzlich zu der durch COVID-19 hervorgerufenen Lungenentzündung eine weitere Infektion durch Bakterien entwickeln. Dies nennt man auch bakterielle Superinfektion. Bei diesen Patienten helfen dann Antibiotika, die bakterielle Entzündung zu bekämpfen.

Was ist der Unterschied zwischen einer durch COVID-19 ausgelösten Sepsis und einer durch andere Erreger verursachten Sepsis?

Das wichtigste Frühsymptom bei Verdacht auf Vorliegen von COVID-19 ist eine erhöhte Atemfrequenz und / oder eine erschwerte Atmung, die keine andere Ursache hat. Wie bei anderen Sepsisursachen auch, ist neben Fieber und Schüttelfrost (ca. 30%) oft ein schweres, vorher kaum gekanntes Krankheitsgefühl vorhanden. Akute mentale Veränderungen wie Verwirrung oder Lethargie, Erhöhung der Herzfrequenz, Blutdruckabfall, verringerte Urinausscheidung, die sonst bei Sepsis frühe Warnzeichen sind, treten bei COVID-19 eher im späteren Verlauf auf. Dies gilt auch für Lungen- (ARDS) und Herzkreislaufversagen (septischer Schock). Neugeborene und Kinder gehören bei COVID-19 nicht zu den Risikogruppen. COVID-19 ist eine Viruserkrankung und kann daher nicht mit Antibiotika behandelt werden. Die derzeit zugelassenen Medikamente gegen Viruserkrankungen haben bisher keine gute Wirkung bei COVID-19-Sepsispatienten gezeigt.

Gibt es Medikamente oder eine Impfung, die gegen COVID-19 helfen?

Bisher gibt es kein Medikament und auch keine Impfung gegen das Virus. Die Weltgesundheitsorganisation hat eine große Studie (SOLIDARITY) auf den Weg gebracht, in der so schnell wie möglich vier Wirkstoffe getestet werden sollen:

  • Schon sehr lange als Malariamittel bekannt ist das Medikament Chloroquin.
  • Die Wirkstoffkombination Ritonavir/Lopinavir wird gegen HIV eingesetzt.  
  • Das virenhemmende Mittel Remdesivir wird zur Behandlung des Ebolavirus verwendet.
  • Interferon Beta wirkt auf das Immunsystem und soll in Kombination mit den antiviralen Substanzen untersucht werden.

Weitere antivirale Substanzen, die momentan auf ihre Wirksamkeit bei COVID-19 getestet werden, sind Azithromycin und Favipiravir sowie intravenöse Immunglobuline und Rekonvaleszentenserum von Patienten, die nach überstandener COVID-19-Erkrankung bereits Antikörper gegen das Virus entwickelt haben.

Die Schädigung der Organe und Gewebe bei einer Sepsis erfolgt nicht nur direkt durch den Erreger, sondern auch durch die überschießenden körpereigenen Abwehrreaktionen des Organismus. Daher werden auch Substanzen untersucht, die gegen diese Schädigungsmechanismen gerichtet sind, wie die Immunmodulatoren Tocilizumab und der anti-C5a Antikörper IFX-1. Zwei derartige Therapieansätze wurden jüngst auf einer Veranstaltung der Charité zu Sepsis und COVID-19 vorgestellt. Die Beiträge sind hier verfügbar.

Weltweit arbeiten Wissenschaftler mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffs. Da dieser nach seiner Entwicklung unterschiedliche Tests zur Sicherheit und Wirksamkeit durchlaufen muss, rechnen Experten damit, dass ein Impfstoff frühestens im nächsten Jahr zur Verfügung stehen wird. Erste Chargen eines neuen Impfstoffs sollen ab April 2020 am Menschen getestet werden (Quelle: time.com).

Wie wird COVID-19 übertragen?

Das Virus ist zuerst vor allem in den oberen Atemwegen und im Rachen nachweisbar. Von dort aus wird es beim Husten, Niesen und beim Sprechen über virushaltige Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen („Tröpfcheninfektion“). Je enger Menschen räumlich zusammen sind, desto eher kann das Virus übertragen werden. Deshalb ist es für die Unterbrechung dieses Übertragungswegs besonders wichtig, Abstand von anderen Menschen zu halten. Chirurgische Schutzmasken schützen Gesunde nicht vor einer Tröpfcheninfektion. Sinnvoll ist es jedoch für Erkrankte, eine Maske zu tragen, weil sie damit andere vor Ansteckung schützen. Für medizinisches Personal gibt es spezielle Masken („FFP3“) mit Atemschutz, die z.B. bei der Abnahme von Virustests und beim medizinisch-pflegerischen Umgang mit Infizierten zusammen mit weiterer Schutzausrüstung getragen werden sollten. Das Virus kann aber auch per „Schmierinfektion“ übertragen werden, z.B. indem man in seine Hand hustet und danach einen Gegenstand anfasst oder jemandem die Hand gibt. Wenn jemand anders den virenbehafteten Gegenstand oder die Hand berührt und danach seinen Mund, Nase oder Augen, kann das Virus über die Schleimhäute in seinen Körper eindringen. Experimente haben gezeigt, dass die Viren auf Kunststoff- und Metalloberflächen stunden- bis tagelang überleben können. Das Virus konnte außerdem auch im Stuhl von infizierten Patienten nachgewiesen werden, so dass auch hierüber eine Ansteckung möglich ist. Deshalb ist es für die Unterbrechung dieses Übertragungswegs besonders wichtig, sich oft und gründlich die Hände zu waschen und ggf. vielbenutzte Arbeitsflächen, Gegenstände, Türgriffe, u.ä. mit einem Flächendesinfektionsmittel abzuwischen. Da das Virus fettlöslich ist, wird es durch normale Seife, Spül- und Waschmittel abgetötet. Händedesinfektionsmittel ist im Normalfall nur dann nötig, wenn man sich nicht die Hände waschen kann.

Was kann jeder einzelne tun?

  • Regelmäßiges gründliches Händewaschen (20-30 Sekunden)
  • Abstand halten von Personen mit Atemwegserkrankungen (mind. 1,5-2 m)
  • Vermeidung von Gesichtsberührungen
  • Husten oder Niesen von anderen Menschen abgewandt in die Armbeuge oder in ein Einwegtaschentuch, und das möglichst schnell in einen geschlossenen Mülleimer entsorgen
  • Aufenthalt zu Hause, wenn man sich unwohl fühlt
  • Sofortige medizinische Versorgung, wenn zusätzlich zu leichtem Fieber und Husten Atembeschwerden und starkes Krankheitsgefühl auftreten (Sepsisverdacht!)
  • Beachten der von Bund und Ländern festgelegten Beschränkungen
  • Solidarität, z.B. in Form von Einkaufshilfen für Ältere, Blutspende, Geldspenden

An Grippe oder an COVID-19 erkrankte Menschen sind anfällig für bakterielle Lungenentzündungen, die eine der Hauptursachen für eine Sepsis sind. Aus diesem Grund sollten alle Risikopatienten der Aufforderung des Robert Koch-Instituts folgen, sich gegen das Grippevirus und gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Risikopatienten sind Menschen über 60 Jahre und/oder Patienten mit chronischen Erkrankungen, Personen mit Immunschwäche (durch Einnahme von Medikamenten, die die Infektabwehr hemmen) sowie Patienten ohne Milz.

Aktuelles

12.05.2020 Wie ist der Stand der Entwicklung eines Impfstoffes gegen SARS-CoV-2? Welche Ansätze gibt es? Lesen Sie hier Aktuelles zur Impfstoffentwicklung.

06.05.2020 Forschergruppe um Drosten analysiert COVID-19-Viruslast in verschiedenen Altersgruppen. Eine Analyse von Proben aus den Atemwegen von 3.712 Kindern und Erwachsenen mit bestätigter COVID-19 Infektion an der Charité Berlin zeigt keinen nachweisbaren Unterschied der Viruslast zwischen den Altersgruppen. Die Autoren schlussfolgern aus diesen ersten Daten, dass Kinder ähnlich infektiös wie Erwachsene sein könnten (Link zur Studie).

28.04.2020 In einer Studie der Fachzeitschrift JAMA wurden 5.700 hospitalisierte Patienten in New York mit bestätigter COVID-19-Erkrankung hinsichtlich ihrer Begleiterkrankungen und Krankheitsverlauf charakterisiert. Dabei hat sich gezeigt, dass von den 5.700 Patienten 88% mehr als eine Begleiterkrankung hatten. Die häufigsten Begleiterkrankungen waren Bluthochdruck, starkes Übergewicht (BMI ≥ 30) und Diabetes.

22.04.2020 Können Masken helfen, eine Ansteckung mit SARS-CoV-2 zu verhindern? Welche Arten von Masken gibt es und was sollte man beim Tragen beachten? Lesen Sie hier alles über Schutzmasken.

15.04.2020 Derzeit wird an vielen Stellen an Apps gearbeitet, die die Verbreitung des Corona-Virus eindämmen sollen. Eine Idee ist, zu erfassen, mit wem eine Person in Kontakt war, um im Falle einer bestätigten COVID-19-Infektion die Kontaktpersonen zu warnen. Eine europäische Projektgruppe erarbeitet hierzu momentan ein Softwaregerüst, bei dem per Bluetooth temporäre Identifikationsnummern gesendet und gespeichert werden sollen. Einen anderen Ansatz verfolgt die bereits veröffentlichte App „Corona Datenspende“ des Robert Koch-Instituts. Hier können Nutzer von Fitnessarmbändern und Smartwatches Vitaldaten zur Verfügung stellen, die den Forschern helfen sollen, die Verbreitung von COVID-19 besser zu verstehen. Standortdaten werden hierbei nicht übermittelt. Belastbare Studien zur Wirksamkeit von Apps zur Eindämmung des Corona-Virus fehlen bisher. Auch zum Thema Datensicherheit einer solchen App wird noch viel diskutiert (siehe zeit.de).

14.04.2020 In Marburg hilft ein neues Online-Portal, den Patientenstrom mit Corona-Anfangsverdacht besser zu steuern. Unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Hirsch, Professor für Künstliche Intelligenz in der Medizin an der Philipps-Universität Marburg, wurde in den vergangenen Tagen die neuartige Web-App COVID-Online ins Leben gerufen. Menschen, bei denen Corona-Symptome auftreten, sollen mit der Web-App schnell die Möglichkeit bekommen, ihre Erkrankungswahrscheinlichkeit für eine COVID-19-Infektion einzuschätzen und gegebenenfalls schnelle Hilfe anzufordern. (Mehr)

07.04.2020 Beeinträchtigung des Geruchs- und Geschmackssinnes bei COVID-19: Beobachtungen aus dem in Deutschland bisher am stärksten von COVID-19 betroffenen Landkreis Heinsberg deuten darauf hin, dass im Zusammenhang mit der Erkrankung häufig ein Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes auftritt. Zudem zeigte eine kürzlich im Iran durchgeführte, aber noch nicht durch Peer-Review bestätigte Studie ebenfalls eine mögliche Korrelation von COVID-19 und einem Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes. Sollte sich dieser Zusammenhang bestätigen, könnten sich diese Symptome zur Differentialdiagnostik von COVID-19 eignen. Der Virologe Prof. Streeck von der Universität Bonn untersucht derzeit im Kreis Heinsberg im Forschungsprojekt „COVID-19-Case-Cluster-Study“ u.a. diese und viele weitere Aspekte der Erkrankung.

27.03.2020 Bisher sind über eine halbe Million Menschen an COVID-19 erkrankt, mehr als 24.000 Menschen sind bisher daran gestorben.

16.03.2020 Heute fand die Veranstaltung „Hot Topics: Sepsis and COVID-19“ statt. Ausrichter war das neu gegründete Sepsis Comprehensive Center Charité. Aus gegebenem Anlass wurde die Veranstaltung online durchgeführt. Die Aufzeichnung finden Sie hier.

12.03.2020 Bisher gibt es rund 125.000 bestätigte Fälle in 118 Ländern. Die WHO hat den COVID-19-Ausbruch gestern zur Pandemie erklärt (Link).

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