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Sepsis in der WHO-Resolution zur Patientensicherheit

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Im Mai 2019 hat die Versammlung der Mitgliedsstaaten der WHO (Weltgesundheitsorganisation) die Resolution ‘Global Action on Patient Safety’ beschlossen. Darin wird Patientensicherheit als globale Gesundheitspriorität anerkannt.

In der Resolution werden die Mitgliedsstaaten aufgefordert, Patientensicherheitsstrategien in allen klinischen Bereichen umzusetzen. Dies betrifft insbesondere das Management von Infektionen und Sepsis sowie eine erhöhte Aufmerksamkeit für Risikogruppen.

Gleichzeitig wurde der 17. September zum jährlichen Welttag der Patientensicherheit ernannt. Als Auftakt zum 1. Welttag der Patientensicherheit veranstaltet das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) am 12. September in Berlin eine Fach- und Festveranstaltung unter dem Motto „Sicherheitskultur auf allen Ebenen“. Die Sepsis-Stiftung wird dort mit einem Stand vertreten sein. Zudem wird es auch eine Veranstaltung zum Thema „Sepsis als Notfall“ geben.

Alle Interessierten sind eingeladen, sich mit einer Informations- und Aktionsveranstaltung am Welttag der Patientensicherheit zu beteiligen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Neues Poster und Kitteltaschenkarte

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Am Freitag fand die offene Mitgliederversammlung des Deutschen Qualitätsbündnis Sepsis (DQS) in der Landesvertretung des Freistaates Thüringen in Berlin statt. Eine gelungene Veranstaltung mit u.a. Einblicken in die Methodik der Qualitätsberichte, der Bedeutung des DQS vor dem Hintergrund der gesundheitspolitischen Entwicklungen sowie Fachbeiträgen aus dem Bereich der Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene.

Ab dem 1.8.2019 soll das DQS unter dem Dach der Stiftung fortgeführt werden. Aus diesem Anlass haben wir unser neues Poster und die Kitteltaschenkarten für medizinisches Fachpersonal vorgestellt. Diese stehen ab sofort zum Download zur Verfügung.

Poster
Kitteltaschenkarte (Vorder- und Rückseite)

New York State reduziert Sepsis-Sterblichkeit

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Der aktuelle Bericht „Report on Sepsis Care Improvement Initiative“ des New York State Department of Health zeigt, wie die Sepsis-Sterblichkeit in Krankenhäusern effektiv gesenkt werden kann.

Seit 2013 gelten im Bundesstaat New York die „Rory’s Regulations“, benannt nach Rory Staunton, der mit 12 Jahren an Sepsis verstarb (siehe auch Rory Staunton Foundation). Ziel dieser Verordnung ist das frühzeitige Erkennen und Behandeln von Sepsis und somit die Reduktion der Sepsis-Sterblichkeit. Erreicht werden soll dies durch eine 2014 gestartete Qualitätsinitiative, welche alle Krankenhäuser im Bundesstaat verpflichtet, bestimmte Maßnahmenbündel umzusetzen.

Durch das Umsetzen dieser rechtlichen Grundlage hat der Bundesstaat New York zwischen 2014 und 2017 eine Reduktion der Sepsis-Sterblichkeit um ca. 5% erreicht. Dieses Ergebnis zeigt, dass durch Schaffung der entsprechenden gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen viel erreicht werden kann.

In Deutschland setzen wir uns für mehr Bewusstsein für Sepsis und die Reduzierung der Sepsis-Sterblichkeit ein, indem wir die Umsetzung des Nationalen Sepsisplans vorantreiben. Ein Handlungsfeld ist dabei die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung. Das Deutsche Qualitätsbündnis Sepsis (DQS) implementiert derzeit in etwa 50 Krankenhäusern Strategien zur Qualitätsmessung und -verbesserung, um so die Sepsis-Sterblichkeit zu senken.

Paul Allens Todesursache entpuppt sich als septischer Schock, eine bekannte Komplikation bei Non-Hodgkin-Lymphoms und anderen Krebserkrankungen

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Am 15. Oktober 2018 verstarb Paul Allen, Mitbegründer von Microsoft, im Alter von 65 Jahren im Swedish Medical Center in Seattle, Washington. Während über die Todesursache ursprünglich als „Komplikationen“ des Non-Hodgkin-Lymphoms berichtet wurde, zeigen neu verfügbare Dokumente, dass seine unmittelbare Todesursache ein septischer Schock war, der aus der zugrunde liegenden lymphomassoziierten Immunsuppression resultierte.

Das ist ein zutiefst trauriges, aber keineswegs überraschendes Ergebnis. Es gibt eine starke und nicht zu leugnende Beziehung zwischen Krebs, seinen schädlichen Auswirkungen auf das Immunsystem und der nachfolgenden Entwicklung von Infektionen, die zu Sepsis und septischem Schock führen können. Krebs aller Art erhöht das Risiko einer Sepsis um das 10-fache. Außerdem haben Krebspatienten eine 55% höhere Wahrscheinlichkeit, an Sepsis zu sterben als Nicht-Krebspatienten.

Das Immunsystem eines Krebspatienten kann durch den Krebs selbst oder durch Medikamente zur Behandlung des Krebses deutlich unterdrückt werden. Dies führt zu einer verminderten Fähigkeit, tödliche Infektionserreger zu bekämpfen sowie auch gegenüber gewöhnlichen Mikroorganismen, die in unserer Umwelt gefunden werden und die im Allgemeinen keine Gefahr für gesunde Individuen darstellen. Dies sind die Gründe dafür dass Infektionen, die zu einer Sepsis führen, für Krebspatienten zur unmittelbaren Todesursache werden.

Sepsis bleibt eine der am meisten unterschätzten Gesundheitsbedrohungen, über die viel zu wenig berichtet wird. Weltweit betrifft Sepsis jährlich 27 bis 32 Millionen Menschen, von denen 7 bis 9 Millionen sterben. Vorbeugung durch Impfung, Früherkennung und Behandlung können jedoch viele Leben retten.

Über Sepsis

Eine Sepsis entsteht, wenn die Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion das eigene Gewebe und Organe angreift. Sepsis ist ein Notfall; sie kann zu Schock, multiplem Organversagen und Tod führen, besonders wenn sie nicht frühzeitig erkannt und sofort behandelt wird. Sepsis tritt am häufigsten bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf, so zum Beispiel bei sehr jungen sowie sehr alten Menschen und Patienten mit chronischen Krankheiten wie AIDS, Krebs, Diabetes oder Parkinson. Aber man kann Sepsis auch aufgrund eines einfachen Kratzers, einer Wunde oder Brandverletzung entwickeln. Der septische Schock ist die schwerwiegendste Verlaufsform einer Sepsis. Die Organe beginnen zu versagen, wird dies nicht rechtzeitig erkannt, können Multiorganversagen und Tod eintreten. Viele Patienten, welche überleben, leiden an langfristigen Folgen wie Gedächtnisstörungen, chronischen Schmerzen, post-traumatischen Belastungsstörungen.

Über Paul Allen

Paul Allen war ein amerikanischer Geschäftsmann, Philanthrop und Investor. Er ist am besten für die Gründung von Microsoft zusammen mit Bill Gates im Jahr 1975 bekannt. Er gründete das Allen Institute for Brain Science, das Institute for Artificial Intelligence und Stratolaunch Systems. Im Laufe seines Lebens spendete Allen mehr als 2 Milliarden Dollar für Bildung und Kunst, Tier- und Umweltschutz, das Gemeinwesen und die Gesundheitsversorgung.

Aufklärung rettet Leben – Am 13. September ist Welt-Sepsis-Tag

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Am 13. September 2018 findet bereits der siebte Welt-Sepsis-Tag statt. In der ganzen Welt wird an diesem Tag auf Sepsis und deren lebensbedrohlichen Folgen aufmerksam gemacht. Der Welt-Sepsis-Tag zeigt außerdem die Unterstützung und Solidarität mit Millionen von Betroffenen und Angehörigen, die ihre Lieben verloren haben. Der Mangel an Wissen macht Sepsis immer noch weltweit zur vermeidbaren Todesursache Nummer eins. Durch Präventionsmaßnahmen, wie Impfungen und Hygienemaßnahmen sowie frühe Erkennung und Behandlung könnte die Sepsissterblichkeit, auch in Deutschland, deutlich reduziert werden.

Heute wird es in Deutschland anlässlich des Welt-Sepsis-Tages unterschiedliche Veranstaltungen geben, um das öffentliche Bewusstsein für diese katastrophale Krankheit zu schärfen und Menschen über Symptome aufzuklären.

Die Sepsis-Stiftung ist am 13. September in Jena unterwegs. Von 9:00 bis 15:00 Uhr sind wir auf dem Ernst-Abbe-Platz mit einem Informationsstand präsent. Ab 16:30 Uhr sind wir im Kino am Markt zur Preisverleihung der Sepsis CamPetition. Dort werden nicht nur die Kurzfilme und Grafiken aus dem Wettbewerb vorgestellt, sondern es gibt auch einen Vortrag und unser neuer Aufklärungsfilm zum Thema Sepsis hat seine Premiere.

Wir wünschen allen einen erfolgreichen und schönen Welt-Sepsis-Tag.

 

 

 

 

Gemeinsamer Aufruf zum Welt-Handhygiene-Tag

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Es liegt in unseren Händen Sepsis im Gesundheitswesen zu verhindern! Auch der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterstreicht dies und sagt: „Der sicherste und einfachste Schutz gegen Sepsis ist: Saubere Hände! Dafür haben wir in Deutschland klare Hygienevorschriften. Diese Vorschriften müssen aber auch vor Ort umgesetzt und gelebt werden – und zwar vom Chefarzt genauso wie von jeder einzelnen Pflegekraft am Krankenbett.“ Anlässlich der WHO-Kampagne zum „Welt-Handhygiene-Tag“ am 5. Mai 2018 haben die „Aktion Saubere Hände“, das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. und die Sepsis-Stiftung einen gemeinsamen Aufruf an alle deutschen Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleister gestartet. Die Organisationen rufen darin auf, die WHO-Kampagne zu unterstützen und flächendeckend Maßnahmen zur Händehygiene und Infektionsprävention umzusetzen. Bitte unterstützen Sie uns und verbreiten Sei diesen Aufruf an Akteure im Gesundheitswesen.