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Neuer Flyer zu Sepsisfolgen

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Unser neuer Flyer „Sepsisfolgen erkennen, verstehen und behandeln“ ist da! Wir haben ihn in Zusammenarbeit mit der Charité Berlin, dem Universitätsklinikum Leipzig und Mitgliedern der Deutschen Sepsis-Hilfe entwickelt.

Häufig wurden wir – vor allem von Angehörigen und Betroffenen – nach Informationsmaterialien zu Sepsisfolgen gefragt. Dieser Flyer soll nun über die verschiedenen Formen von Folgen nach einer überlebten Sepsis aufklären. Gleichzeitig werden jedoch auch Wege gezeigt, mit diesen Folgen umzugehen und in einen neuen Alltag zu finden.

Die Flyer werden auf Anfrage gern auch verschickt. Über Anfragen und Rückmeldungen an office@sepsis-stiftung.de freuen wir uns!

Flyer „Sepsisfolgen erkennen, verstehen und behandeln“

Infektionen bei Müttern häufiger als bisher gedacht

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Eine neu erschienene Studie zeigt, dass weltweit Infektionen während und kurz nach der Schwangerschaft viel häufiger sind als bisher angenommen – und damit auch Komplikationen wie Sepsis. Häufigste Auslöser sind dabei Infektionen der Gebärmutterschleimhaut, der Haut oder Schleimhaut sowie der Atemwege. Bei einem Drittel der betroffenen Frauen wurden zum Zeitpunkt des Verdachts bzw.  der Diagnose weder Vitalparameter erfasst noch antimikrobielle Medikamente gegeben. Ein frühzeitiges Erkennen und Behandeln von Infektionen ist jedoch der Schlüssel zur Vermeidung schwerer Komplikationen wie Sepsis – und damit zur Reduktion der Krankheitslast und Müttersterblichkeit weltweit.

Link zur Pressemitteilung

Link zur Studie

+++ Per LIVESTREAM +++ Einladung zur ersten öffentlichen Veranstaltung des Sepsis Comprehensive Center Charité

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Update 16.03.: die Veranstaltung findet heute ab 17.00 per Livestream unter folgendem Link statt sepsiscenter.org/chariteevent Es ist keine Registrierung nötig!

Die Sepsis-Stiftung als ideeller Unterstützer des Sepsis Comprehensive Center Charité (SCCC) möchte auf die Veranstaltung am 16.03.2020 ab 17 Uhr in Berlin aufmerksam machen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das SCCC hat das Ziel, die vielfältigen an der Charité vorhandenen Forschungsaktivitäten zur Thematik zu koordinieren und besser mit den in diesem Bereich forschenden Wissenschaftsinstitutionen und der Industrie zu verknüpfen. Außerdem soll durch die Beteiligung der Charité am SepWiss-Projekt der Sepsis-Stiftung auch zur Aufklärung der Bevölkerung und besonders gefährdeter Risikogruppen beigetragen werden.

Coronavirus und Sepsis

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Schwere Verläufe bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus können – wie andere Infektionen auch – zu einer Sepsis führen

!!!Achtung!!!

Diese Seite wird nicht aktualisiert.

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu COVID-19 und Sepsis finden Sie hier.

Stand: 04.03.2020

Das neuartige Corona-Virus (SARS-CoV-2), das die Atemwegserkrankung mit dem Namen „COVID-19“ auslöst, hat laut aktueller Risikobewertung des Robert Koch-Instituts nun auch die meisten deutschen Bundesländer erreicht. Am 30. Januar erklärte die WHO das neue Coronavirus 2019 zu einem globalen Gesundheitsnotstand und erklärte es zu einem „beispiellosen Ausbruch“. Das Virus breitet sich weiterhin weltweit aus und mittlerweile wurden Fälle in 65 Ländern in Europa, Asien, Südamerika und Nordamerika gemeldet. Es handelt sich somit um eine drohende Pandemie.

Die bisher zuverlässigsten Informationen zu den klinischen Zeichen einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus stammen von Daten aus Wuhan, China, die am 7. Februar 2020 im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht wurden. Die häufigsten Symptome einer Infektion mit diesem Virus bei Patienten, deren Zustand einen Krankenhausaufenthalt erforderte, waren Fieber, Müdigkeit und trockener Husten. In der Mehrzahl der Fälle wurden auch eine Lymphopenie und pathologische Blutgerinnungswerte festgestellt. Von den Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, waren 26% so krank, dass sie auf einer Intensivstation behandelt werden mussten – von diesen entwickelten etwa 60% ein Atemversagen und 31% einen Schock. Von den Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, starben 4% – was bedeutet, dass selbst unter den hospitalisierten COVID-19-Fällen fast 96% überlebt haben. Weitere epidemiologische Daten aus dem In- und Ausland sprechen für eine Sterblichkeitsrate von etwa 1%.

Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion, die durch eine starke Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion verursacht wird. Aus den derzeit verfügbaren Informationen über behandlungspflichtige Fälle bei COVID-19 geht hervor, dass es – wie bei am Grippevirus erkrankten Patienten – in einem gewissen Prozentsatz auch bei COVID-19 Erkrankten zu einer solchen Organdysfunktion kommt, die zum Tod führen kann.

An Grippe oder an COVID-19 erkrankte Menschen sind zusätzlich anfälliger für bakterielle Lungenentzündungen, die eine der Hauptursachen für eine Sepsis sind. Aus diesem Grund sollte alle Risikopatienten der Aufforderung des Robert Koch-Instituts folgen, sich gegen das Grippevirus und gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Risikopatienten sind Menschen über 60 Jahre und/oder Patienten mit chronischen Erkrankungen.       

Derzeit sollten alle Personen, insbesondere in Gebieten, in denen es bereits nachgewiesene COVID-19 Infektionen gibt, die von der WHO empfohlenen grundlegenden Schutzmaßnahmen anwenden:

Von der WHO empfohlene Schutzmaßnahmen

• Regelmäßiges Händewaschen
• Abstand halten von Personen mit Atemwegserkrankungen (mind. 1m)
• Vermeidung von Gesichtsberührungen (Atemmasken können dabei helfen)
• Husten oder Niesen von anderen Menschen abgewandt in die Armbeuge oder in ein Einwegtaschentuch, und das möglichst schnell in einen geschlossenen Mülleimer entsorgen
• Aufenthalt zu Hause, wenn man sich unwohl fühlt
• Sofortige medizinische Versorgung, wenn Fieber, Husten und Atembeschwerden auftreten

Es ist derzeit schwer vorherzusagen, wie viele Menschen innerhalb dieses und des nächsten Jahres von dem SARS-CoV-2-Virus betroffen sein werden. Auch wenn die Erkrankung bei der Mehrzahl der Patienten harmlos verläuft, sollten alle Bürger und Mitarbeiter des Gesundheitswesens die Krankheitszeichen kennen, die die Entwicklung einer zunächst ungefährlichen Infektion zu einer lebensbedrohlichen Sepsis anzeigen, die eine notfallmäßige und meist intensivmedizinische Behandlung erfordert. Solche Alarmzeichen sind zusätzlich zu den üblichen Infektionszeichen z.B. eine schnelle Atmung, schweres, nie gekanntes Krankheitsgefühl, plötzlich auftretende Verwirrtheit, und Abfall des Blutdrucks mit Anstieg der Herzfrequenz. Jeder sollte wissen, dass eine Sepsis durch eine Vielzahl von Infektionen verursacht werden kann, und dass allein in Deutschland jährlich 15.000-20.000 Sepsis-Tote durch bessere Vorbeugung und vor allem durch schnelleres Erkennen und die Behandlung als Notfall vermeidbar sind. Die häufigsten Ursachen einer Sepsis sind Lungenentzündung, Harnwegsinfekte, Infektionen im Bauchraum, Wundinfektionen und saisonale Grippe.

Weitere Informationen zur Sepsis finden Sie auf der Website der Sepsis-Stiftung und des Robert Koch-Instituts.

Weitere Informationen über COVID 19 finden Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-SARS-CoV-2.html sowie auf der Website des Robert Koch-Instituts unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html.

Einladung zum 3. Jahrestreffen der European Sepsis Alliance

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Update 23.03.: die Konferenz wird ausschließlich online stattfinden. Heute ab 13:00 MEZ startet der livestream dazu: https://www.europeansepsisalliance.org/annualmeeting

Die im März 2018 gegründete European Sepsis Alliance (ESA) lädt alle Interessierten am 23.03.2020 herzlich zum 3. Jahrestreffen nach Brüssel ein. Auch diesmal werden wieder Betroffene und Experten aus verschiedenen Ländern zu Wort kommen und darüber diskutieren, wie wir in Europa besser mit Diagnose, Behandlung und Rehabilitation von Sepsis-Erkrankungen umgehen können.

Das Programm finden Sie hier. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine kurze Anmeldung ist erforderlich.

Neue Studie zeigt: Zahl der Sepsisfälle doppelt so hoch wie bisher angenommen

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Eine neue Studie mit den bislang umfassendsten Daten zur Häufigkeit von Sepsis und Sepsis-Todesfällen wurde heute in der Zeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht. Sie zeigt, dass die Krankheitslast durch Sepsis doppelt so hoch ist wie bisher geschätzt, und dass 20 Prozent aller Todesfälle weltweit auf Sepsis zurückzuführen sind.

Die Studie „Global, regional, and national sepsis incidence and mortality, 1990–2017“ liefert erstmals Daten zu Alter, Geschlecht, Region und den zugrundeliegenden Ursachen der Sepsis. Demnach gab es 2017 weltweit 48,9 Millionen Sepsisfälle und 11 Millionen Sepsistote. Bisherige Schätzungen waren von 19,4 Millionen Krankheitsfällen und 5,3 Millionen Todesfällen ausgegangen. Damit sind die tatsächlichen Zahlen mehr als doppelt so hoch.

Prof. Dr. Konrad Reinhart, Mitautor der Publikation und Vorsitzender der Sepsis-Stiftung, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines Nationalen Sepsisplans, um die Forderungen der WHO-Sepsis-Resolution (Link, Seite 11) umzusetzen.

Die Pressemitteilung der Sepsis-Stiftung zur Global Burden of Sepsis-Studie finden Sie hier. Einen umfangreichen Artikel mit vielen Hintergrundinformationen finden Sie bei Spektrum.