Sepsis-Vortrag in Freiburg am 18.12.2019

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Das Universitätsklinikum Freiburg und die Sepsis-Stiftung laden herzlich zu einem gemeinsamen Informationsvortrag zum Thema Sepsis ein. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten, Patienten und Angehörige. Themen sind Vorbeugen, Erkennen und Behandeln einer Sepsis (Blutvergiftung).

Eine Sepsis ist die schwerste Komplikation einer Infektion. In Deutschland treten jährlich ca. 320.000 Sepsisfälle auf. Mit 77.000 Todesfällen ist Sepsis damit die dritthäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Bei rechtzeitiger Therapie wären viele dieser Todesfälle vermeidbar. Da die meisten Sepsis-Fälle außerhalb des Krankenhauses entstehen, ist es wichtig, die Symptome zu kennen und im Verdachtsfall schnell zu handeln.

Treffen der Sepsis-Hilfe in Leipzig

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Etwa 25 Sepsis-Betroffene, Angehörige und Interessierte trafen sich am vergangenen Samstag (16.11.2019) im Zentrum von Leipzig, um sich über kognitive Schäden nach Sepsis auszutauschen. Frau Dr. Gundula Seidel (Psychologin, Moritz Klinik Bad Klosterlausnitz) gab Einblicke in aktuelle Forschungen zu Hirnschädigungen nach Sepsis. Die Frage, ob es strukturelle Veränderungen gibt, sei demnach nicht leicht zu beantworten. Allerdings seien im Gruppenvergleich Unterschiede zu gesunden Probanden nachweisbar. Sehr interessant war auch, dass es Hinweise darauf gibt, dass die Hirnalterung bei Sepsis-Patienten schneller voranschreitet.

Im Anschluss sprach Frau Dr. Angelika Thöne-Otto (Leitende Neuropsychologin, Kognitive Neurologie Leipzig) über die Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit nach einer Sepsis. Sie betonte, dass ein multifaktorielles Geschehen vorliegt: Veränderungen in Gehirn und Körper, Nebenwirkungen von Medikamenten, das auf der Intensivstation Erlebte, Unverständnis aus dem sozialen Umfeld und andere Faktoren beeinflussen die Leistungsfähigkeit nach einer Sepsis. Im zweiten Teil ihres Vortrags erläuterte Frau Thöne-Otto, was man selbst tun kann. So sind Achtsamkeit und die Anpassung an die veränderte Leistungsfähigkeit – z.B. durch Pausenmanagement – wichtige Instrumente, um mit kognitiven Einschränkungen gut umzugehen.

Herr Köhler sprach anschließend über eine erste Auswertung eines von ihm entwickelten Fragebogens zu Sepsis-Folgen. Demnach leidet ein Großteil der Befragten an kognitiven Einschränkungen, bei vielen sind sie jedoch weder diagnostiziert noch behandelt worden. Außerdem fehlt bisher eine Aufklärung über Sepsisfolgen von medizinischer Seite sowie eine Sepsis-bezogene Nachsorge. In der nachfolgenden Diskussion wurde deutlich, dass sich viele Sepsis-Überlebende von Ärzten und Therapeuten, teils aber auch von ihrem sozialen Umfeld nicht verstanden fühlen. Wenn keine sichtbaren Schäden vorliegen, gibt es oft nur wenig Verständnis. Ein Teilnehmer formulierte es so: „Unseren Rollstuhl sieht ja keiner“.

Da kognitive Einschränkungen nach einer Sepsis häufig nicht erkannt werden und zudem oft lange oder lebenslang bestehen bleiben, ist es enorm wichtig, in diesem Bereich mehr Forschung und Aufklärungsarbeit zu leisten. Aber auch der Austausch zwischen Betroffenen ist eine gute Möglichkeit, sich zu unterstützen und im Gespräch mit Gleichgesinnten Strategien und Verständnis zu finden. Das wurde einmal mehr bei diesem interessanten Treffen in Leipzig deutlich.

Weihnachten: Spende statt Geschenk

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Zu Weihnachten wollen wir unseren Liebsten eine besondere Freude machen. Wie wäre es mit einer Spende an die Sepsis-Stiftung? Auf diese Weise schenken Sie das schöne Gefühl, sich gemeinsam für eine gute Sache einzusetzen: Gesundheit. Denn unser Ziel ist es, dass weniger Menschen an Sepsis sterben und dass Sepsis-Patienten eine angemessene Therapie und Rehabilitation erhalten.

Danke für Ihre Unterstützung!

Was ist zu tun?

Bitte senden Sie uns eine kurze E-Mail an office@sepsis-stiftung.de und nennen Sie uns Ihren Namen, Ihre Adresse, den Namen des Beschenkten und ob Sie den Spendenbetrag auf der Urkunde angegeben haben möchten. Bitte lassen Sie uns außerdem wissen, an wen die Urkunde geschickt werden soll. Nach Eingang Ihrer Spende verschicken wir die Urkunde. In der Regel benötigen wir einen Bearbeitungszeitraum von ca. fünf Werktagen.

Geschenkurkunde

Unsere Bankverbindung

Kontoinhaber: Sepsis-Stiftung
Kreditinstitut: Sparkasse Jena – Saale – Holzland
IBAN: DE 79 8305 3030 0018 0292 56
BIC: NOLADEF1JEN

Sie können Ihre Spende auch ganz bequem über unser Spendenformular tätigen.

Zuwendungsbestätigung

Bei Spenden ab 200 € erhalten Sie automatisch eine Zuwendungsbestätigung. Bei kleineren Beiträgen ist für die steuerliche Anrechnung ein Kontoauszug ausreichend. Dennoch stellen wir natürlich auf Wunsch auch gern Spendenbescheinigungen für Beträge unter 200 € aus. Geben Sie uns einfach per Mail Bescheid.

Fakt oder Mythos? Der rote Strich als Sepsis-Symptom

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Wenn von Sepsis (Blutvergiftung) die Rede ist, denken viele gleich an den roten Strich auf Arm oder Bein, der zum Tod führen soll, wenn er das Herz erreicht. Doch was ist eigentlich dran an dieser Behauptung? Wie kommt der rote Strich zustande und ist er tatsächlich Zeichen einer Blutvergiftung?

Ein roter Strich auf Arm oder Bein zeigt eine Entzündung der Lymphbahnen an. Das Lymphsystem ist für den Transport von Nährstoffen und die Entsorgung von Krankheitserregern mitverantwortlich. Eine Entzündung der Lymphbahnen (Lymphangitis) wird meist durch Bakterien ausgelöst. Sie ist nicht tödlich und klingt in der Regel durch die Gabe von Antibiotika wieder ab. In seltenen Fällen kann eine Entzündung der Lymphbahnen – wie jede Entzündung – eine Sepsis auslösen, wenn sie sich auf den gesamten Blutkreislauf ausbreitet. In Verbindung mit einem starken Krankheitsgefühl, Verwirrtheit, schnellem Puls oder Fieber kann der rote Strich auf eine Sepsis hinweisen und erfordert sofortige ärztliche Behandlung.

Fazit: Der rote Strich als Einzelsymptom deutet noch nicht auf eine Sepsis hin, sondern zeigt vielmehr die Entzündung einer Lymphbahn an. Diese lässt sich gut behandeln und ist nicht lebensbedrohlich.

Händewaschen schützt vor Infektionen und Sepsis – am 15. Oktober ist Welthändewaschtag

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Wirksamer Infektionsschutz beginnt bei den kleinen Dingen des Alltags. Ganz wichtig ist gründliches Händewaschen. Denn dies trägt dazu bei, die Übertragung von Keimen zu verhindern. Gerade in der Erkältungszeit nehmen wir mit den Händen Viren und Bakterien auf, die zum Beispiel Atemwegsinfektionen und Grippe verursachen. Diese Krankheitserreger können über die Schleimhäute von Mund und Nase in den Körper gelangen.

Infektionen vermeiden bedeutet, auch eine Sepsis zu vermeiden. In den meisten Fällen entsteht eine Sepsis außerhalb des Krankenhauses und wird durch Keime hervorgerufen, die uns im Alltag umgeben. Häufigster Auslöser für Sepsis sind Lungenentzündungen. Die Unterbrechung der Keimübertragung durch Händewaschen ist deshalb eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Infektionen und Sepsis.

Wann und wie sollte man seine Hände waschen? Und wann ist zusätzlich eine Händedesinfektion sinnvoll? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert darüber unter https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/.

Welttag der Patientensicherheit

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17.09.2019: Heute ist der 1. Welttag der Patientensicherheit. Während die meisten medizinischen Behandlungen und Eingriffe ohne Zwischenfälle verlaufen, kommt es doch in 5-10% der Fälle zu Komplikationen oder Fehlern. Das betrifft in Deutschland 1-2 Millionen Menschen jährlich. Es handelt sich dabei zum Beispiel um Druckgeschwüre, Fehldiagnosen bis hin zu schweren Infektionen. Dass Sepsis als vermeidbare Erkrankung ebenfalls ein großes Thema der Patientensicherheit ist, zeigte die Auftaktveranstaltung „Sepsis als Notfall“ des Aktionsbündnisses Patientensicherheit am 12.09.2019 in Berlin, bei der wir auch mit einem Infostand vertreten waren.

eine Frau eröffnet eine Veranstaltung
Infostand mit Postern
Mann hält einen Vortrag