Qualitätssicherung bei Sepsis in Arbeit

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Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung vom 16.07.2020 beschlossen, das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) zu beauftragen, ein Qualitätssicherungsverfahren zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Sepsis zu entwickeln. Konkret heißt dies, dass in den nächsten 3-4 Jahren Indikatoren zur Messung der Qualität bei der Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Sepsis in Krankenhäusern entwickelt werden. Damit soll die Qualität der Versorgung von Sepsispatienten in Deutschland transparenter und vergleichbarer werden. Dies ist ein wichtiger Meilenstein und Erfolg, den wir als Sepsis-Stiftung sehr begrüßen.

Gleichzeitig ist es wichtig zu wissen, dass die Vorarbeit zu der Beauftragung des IQTIG schon seit mehreren Jahren läuft. Nach Abschluss der Entwicklung eines Qualitätssicherungsverfahren braucht es erneut weitere Jahre bis die Krankenhäuser diese Indikatoren verbindlich umgesetzt haben. Zudem sollen die Qualitätsindikatoren nur für Erwachsene ab 18 Jahren gelten.

In der Regel dauert der Gesamtprozess von Themenfindung über Konzeptstudie und Ausarbeitung des Qualitätssicherungsverfahrens bis zur Umsetzung in den Krankenhäusern bis zu 8 Jahren.

„Sepsis geht alle an“ – Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. veröffentlicht Informationsbroschüre für Patienten

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Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) hat in Zusammenarbeit mit der Sepsis-Stiftung und anderen Partnern einen umfangreichen Patientenratgeber „Sepsis geht alle an! Was Sie darüber wissen sollten“ veröffentlicht. In diesem wird über Vorbeugung, Entstehung, Behandlung und Langzeitfolgen von Sepsis informiert. Die Patienteninformation soll vor allem das Bewusstsein für Sepsis in der Bevölkerung stärken, denn ein Großteil der Sepsis-Fälle entsteht – ganz entgegen der landläufigen Meinung – nicht im Krankenhaus, sondern im Alltag.

Zusätzlich zu dieser Broschüre wurden auch Handlungsempfehlungen für Ärzt*innen, Pflegekräfte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe entwickelt. Diese klären darüber auf, wann ein Verdacht auf Sepsis besteht und wann mit einer Notfallbehandlung zu beginnen ist. Schritt für Schritt beschreibt sie, wie medizinisches Personal bei der Diagnostik und Therapie vorgehen sollte, aber auch, wie mit den Folgen einer Sepsiserkrankung umzugehen ist und welche Präventionsmöglichkeiten es gibt. Sie enthält zudem Kitteltaschenkarten zur Diagnose und Behandlung von Sepsis.

Hier können Sie die Pressemitteilung des APS dazu lesen.

Quelle: APS e.V.

FAZ-Artikel über Mängel im deutschen Gesundheitssystem

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Prof. Reinhart (Vorsitzender der Sepsis-Stiftung), Prof. Graf (Mitglied im Kuratorium der Stiftung) und Annette von Butler (Sepsis-Überlebende) nehmen das deutsche Gesundheitssystem genau unter die Lupe: Wie steht es um die Qualität? Warum sterben in Deutschland mehr Menschen an Sepsis als in anderen Ländern?

Lesen Sie hier den am 27.05.2020 in der FAZ erschienenen Artikel „Tödliche Lücken“.

Anmerkung: Im ersten Absatz des Artikels ist leider ein Fehler aufgetreten. Korrekt muss es heißen „Schweden mit 39 Toten pro 100.000 Einwohner“.

Quelle: FAZ

Neuer Flyer zu Sepsisfolgen

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Unser neuer Flyer „Sepsisfolgen erkennen, verstehen und behandeln“ ist da! Wir haben ihn in Zusammenarbeit mit der Charité Berlin, dem Universitätsklinikum Leipzig und Mitgliedern der Deutschen Sepsis-Hilfe entwickelt.

Häufig wurden wir – vor allem von Angehörigen und Betroffenen – nach Informationsmaterialien zu Sepsisfolgen gefragt. Dieser Flyer soll nun über die verschiedenen Formen von Folgen nach einer überlebten Sepsis aufklären. Gleichzeitig werden jedoch auch Wege gezeigt, mit diesen Folgen umzugehen und in einen neuen Alltag zu finden.

Die Flyer werden auf Anfrage gern auch verschickt. Über Anfragen und Rückmeldungen an office@sepsis-stiftung.de freuen wir uns!

Flyer „Sepsisfolgen erkennen, verstehen und behandeln“

Infektionen bei Müttern häufiger als bisher gedacht

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Eine neu erschienene Studie zeigt, dass weltweit Infektionen während und kurz nach der Schwangerschaft viel häufiger sind als bisher angenommen – und damit auch Komplikationen wie Sepsis. Häufigste Auslöser sind dabei Infektionen der Gebärmutterschleimhaut, der Haut oder Schleimhaut sowie der Atemwege. Bei einem Drittel der betroffenen Frauen wurden zum Zeitpunkt des Verdachts bzw.  der Diagnose weder Vitalparameter erfasst noch antimikrobielle Medikamente gegeben. Ein frühzeitiges Erkennen und Behandeln von Infektionen ist jedoch der Schlüssel zur Vermeidung schwerer Komplikationen wie Sepsis – und damit zur Reduktion der Krankheitslast und Müttersterblichkeit weltweit.

Link zur Pressemitteilung

Link zur Studie

+++ Per LIVESTREAM +++ Einladung zur ersten öffentlichen Veranstaltung des Sepsis Comprehensive Center Charité

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Update 16.03.: die Veranstaltung findet heute ab 17.00 per Livestream unter folgendem Link statt sepsiscenter.org/chariteevent Es ist keine Registrierung nötig!

Die Sepsis-Stiftung als ideeller Unterstützer des Sepsis Comprehensive Center Charité (SCCC) möchte auf die Veranstaltung am 16.03.2020 ab 17 Uhr in Berlin aufmerksam machen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das SCCC hat das Ziel, die vielfältigen an der Charité vorhandenen Forschungsaktivitäten zur Thematik zu koordinieren und besser mit den in diesem Bereich forschenden Wissenschaftsinstitutionen und der Industrie zu verknüpfen. Außerdem soll durch die Beteiligung der Charité am SepWiss-Projekt der Sepsis-Stiftung auch zur Aufklärung der Bevölkerung und besonders gefährdeter Risikogruppen beigetragen werden.