Wie ist es, an einer Sepsis zu erkranken?

Betroffene erzählen ihre Geschichte …


Ein blondes Mädchen sitzt auf einer Bank

Emilia Schweiger erkrankte mit 13 Monaten.

Emilias ganzes Leben hat sich für immer verändert.
Mit gerade einmal 13 Monaten erkrankt Emilia an Sepsis. Obwohl ihre Mutter weiß, dass etwas mit der Tochter nicht stimmt und darauf drängt, dass mehr getan wird, erkennen die Ärzte den Ernst der Lage nicht früh genug. Als die Sepsis diagnostiziert wird, leidet Emilia bereits an Multiorganversagen.

Das kleine Mädchen liegt zehn Wochen im künstlichen Koma. Dass sie die Erkrankung überlebt hat, grenzt fast an ein Wunder. Und die Krankheit hat ihrem Leben für immer eine andere Richtung gegeben. Was wäre gewesen, wenn die Sepsis früher diagnostiziert worden wäre?

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Stell dir vor, du bist in Lebensgefahr und weißt es nicht ...
Leif, Familienvater aus Hamburg, Ende 30 und begeisterter Sportler, bringt abends noch seine beiden kleinen Kinder ins Bett. Es ist Freitag. Eigentlich wollte später noch ein Freund vorbeikommen. Leif fühlt sich aber nicht gut und legt sich hin. Übers Wochenende kommen Übelkeit, Schmerzen, merkwürdige Flecken auf der Haut. Am Montag schleppt er sich zur Hausärztin. Er kann kaum noch stehen, muss sich in der Praxis hinlegen – Magen-Darm-Infekt, meint die Ärztin und schickt Leif zurück ins Bett. Doch es wird immer schlimmer. Leif fühlt sich sterbenselend, kann sich auf nichts mehr konzentrieren, keine Nahrung zu sich nehmen. Ein zweiter Arzt diagnostiziert Scharlach und verschreibt Penicillin. Doch Leif kann kaum noch schlucken. Noch in derselben Nacht ruft Leifs Frau Tania den Notarzt – zum Glück. Der Notarzt erkennt die Situation sofort: Multiorganversagen. Wenig später kämpft Leif auf der Intensivstation um sein Leben. Die Ärzte geben ihm eine 50% Chance. Tanias entschiedenes Handeln rettet ihrem Mann das Leben. Zu Hause hätte er die Nacht wohl nicht überlebt.
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Foto einer vierköpfigen Familie

Leif, seine Frau Tania und seine beiden Kinder

Fotografie von Arne Trumann

Arne Trumann

Im künstlichen Koma sind die Alpträume das Schlimmste.
Er hat einen langen Kampf hinter sich: Arne Trumann gegen den Streptokokkus A. Den Kampf hat er gewonnen, aber die Bakterien haben Spuren hinterlassen …

Februar 2012. Arne Trumann hat eine leichte Rachenentzündung. Die kuriert er zwei Tage mit Tee, Honig und Ruhe, danach geht er drei Tage wieder zur Arbeit. Dann, am Freitagabend, schafft er es kaum nach Hause, fühlt sich sterbenselend.

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Es gibt Erlebnisse, die einen für immer verändern.
Niemand wird aus so einer Geschichte als derselbe Mensch hervorgehen, als der er hinein geriet. Eine Magen-Darm-Grippe trifft jeden Mal. Tabea Radke fühlt sich krank – Augen zu und durch. Aber schon in derselben Nacht fühlt sie sich unbeschreiblich krank. Im Krankenhaus tippt man auf NORO-Virus und steckt sie in ein Isolierzimmer. Schon kurze Zeit später kämpft Tabea um ihr Leben. Dass sie überhaupt noch eine winzig kleine Chance hat, verdankt sie nur ihren Freunden.
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Foto von Tabea Radka

Tabea hat sich ins Leben zurückgekämpft.

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